Haufe Steuer News
Statistisches Bundesamt: Gut 7 % der Steuerpflichtigen zahlten 2022 den Spitzensteuersatz
Im Jahr 2022 wurden in Deutschland rund 3,2 Millionen Steuerpflichtige mit dem Spitzensteuersatz von 42 % besteuert. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, entspricht dies einem Anteil von 7,4 % aller unbeschränkt Steuerpflichtigen mit einem zu versteuernden Einkommen.
Serie: Schlussabrechnungen der Coronahilfen: Neustarthilfe: Rückforderung bei verletzter Mitwirkungspflicht
Das OVG Saarlouis bestätigt die Rückforderung einer Neustarthilfe, weil der Antragsteller Nachfragen der Bewilligungsstelle im Antragsportal nicht beantwortet hat. Der Beschluss zeigt, wie weit die Mitwirkungspflicht im Schlussabrechnungsverfahren reicht.
Sächsisches FG: Freiberufliche Tätigkeit oder Gewerbebetrieb bei einer Zahnarztpraxis
Das Sächsische FG hat entschieden, dass es weder für eine Einzelpraxis noch für eine ärztliche Gemeinschaftspraxis eine vorgegebene feste Anzahl angestellter Ärzte gibt, bei deren Überschreitung automatisch eine Umqualifizierung zum Gewerbebetrieb erfolgt.
Geringfügig entlohnte Beschäftigung: Aufhebung der Befreiung von der Rentenversicherungspflicht im Minijob
Geringfügig entlohnt Beschäftigte haben grundsätzlich die Möglichkeit, sich von der Rentenversicherungspflicht befreien zu lassen. Ab dem 1.7.2026 gibt es aber auch einen einmaligen Weg zurück.
BMF: Finale Staatenaustauschliste 2026
Die Finanzverwaltung hat in einem neuen BMF-Schreiben die finale Staatenaustauschliste 2026 i. S. des § 1 Abs. 1 FKAustG veröffentlicht.
Video KlarTAXt : Honorarmodell: Was für Festpreise spricht ? und was dagegen
Viele Kanzleien haben ihr Honorarmodell nie bewusst gewählt. Dabei verändert KI gerade die Spielregeln. Was für und gegen Festpreise spricht ? und warum die Antwort von Kanzlei zu Kanzlei unterschiedlich ausfällt, erfahren Sie im KlarTAXt-Video.
EU-Kommission: Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland zum Investitionsabzugsbetrag
Die EU-Kommission fordert Deutschland zur Abschaffung diskriminierender Bedingungen für Investitionsabzugsbeträge für im Ausland investierende KMU auf.
BMF: Änderungen im Vorsteuer-Vergütungsverfahren zum 1.1.2026
Das BMF hat in einem Schreiben festgelegt, dass im Vorsteuer-Vergütungsverfahren für nicht im Gemeinschaftsgebiet ansässige Unternehmer ab dem 1.1.2026 digitale Nachweise verpflichtend sind.
Sächsisches FG : Sachbezug bei Guthaben für Gutscheinkauf
Die Einräumung eines monatlichen Guthabens zum Erwerb von Zielgutscheinen bei ausgewählten Handelspartnern steht dem Vorliegen von Geldleistungen im Sinne von § 8 Abs. 1 Satz 2 EStG nicht entgegen. So hat das Sächsische FG entschieden.
Elektronisch übermittelte Lohnsteuerdaten: Bescheidkorrektur nach §§?174, 175b AO bei Rechtsanwendungsfehler
Ein Einkommensteuerbescheid darf nach § 175b AO geändert werden, wenn elektronisch übermittelte Lohnsteuerdaten unzutreffend berücksichtigt wurden. Fraglich ist, welche Rolle es spielt, ob der Fehler auf einem mechanischen Versehen, einem Tatsachenfehler oder einem Rechtsanwendungsfehler beruht.
BFH: Verfassungsmäßigkeit der Zinssatzregelung von 5,5 % im Bewertungsrecht
Der Zinssatz des § 14 Abs. 1 Satz 3 BewG i. H. v. 5,5 % verstößt bei der Bewertung einer auf die Lebensdauer des Berechtigten zu entrichtenden monatlichen Geldrente für Zwecke der Schenkungsteuer nicht gegen Art. 3 Abs. 1 GG.
BFH: Alle am 5.6.2026 veröffentlichten Entscheidungen
Am 5.6.2026 hat der BFH eine sog. V-Entscheidung zur Veröffentlichung freigegeben.
Serie: Schlussabrechnungen der Coronahilfen: Corona-Soforthilfe Hessen: Moratorium beendet, Verfahren läuft wieder
Hessen hat das Rückmeldeverfahren zur Corona-Soforthilfe am 22.5.2026 wieder aufgenommen - mit spürbaren Erleichterungen bei Eigenmitteln und Darlehenstilgungen. Was Betroffene jetzt tun müssen und welche Argumente gegen eine Rückforderung sprechen können.
FG Köln: Schätzung bei einem Restaurantbetrieb mit "all-you-can-eat"
Das FG Köln hat entschieden, dass bei einem asiatischen Restaurant mit einem "all-you-can-eat"-Konzept eine Schätzung durch Vornahme eines Sicherheitszuschlags als zutreffende Schätzungsmethode anzusehen ist.
Verhör(t) ? Steuerthemen auf der Spur: Podcast: Wie Kanzleien gesunde Kulturen schaffen
Wenn Mitarbeitende brennen, spürt die ganze Kanzlei das. Host Florian D. Weber spricht mit Jonas Keil, Mitgründer von Nilo, über Prävention, psychologische Sicherheit und die Frage, was Arbeitgeber konkret tun können.
BMF: Übereinkommen über die Kommission zur Beilegung internationaler Steuerstreitigkeiten
Österreich, Bulgarien, Dänemark, Frankreich, Deutschland, Irland, die Niederlande, Polen, Spanien und Schweden haben die technischen Verhandlungen über das Mehrseitige Übereinkommen über die Kommission zur Beilegung internationaler Steuerstreitigkeiten abgeschlossen.
Serie: Herausforderung Wertpapierbuchhaltung: Bewertung der Anschaffungskosten von Wertpapieren nach der Durchschnittsmethode
Die Ermittlung der Anschaffungskosten ist eine zentrale Grundlage der betrieblichen Wertpapierbuchhaltung. Aufgrund der üblichen Girosammelverwahrung ist eine Einzelzuordnung regelmäßig nicht möglich. Praktisch maßgeblich ist daher die Durchschnittsmethode.
BMF: Neues DBA mit der Ukraine unterzeichnet
Das geltende Doppelbesteuerungsabkommen vom 3.7.1995 wird durch ein moderneres Abkommen ersetzt.
BFH: Ausschluss des Differenzkindergelds bei Nur-Vermögenseinkünften
Der Anspruch auf Differenzkindergeld ist ausgeschlossen, wenn die Familie mit Kindern in einem anderen Mitgliedstaat lebt, dieser niedrigere Familienleistungen als die Bundesrepublik Deutschland erbringt und ein deutscher Kindergeldanspruch allein darauf beruhen würde, dass der Antragsteller wegen Einkünften gemäß § 21 EStG als unbeschränkt einkommensteuerpflichtig (§ 1 Abs. 3 EStG) behandelt wird.
BFH: Steuerfreiheit einer ausländischen Invaliditätsentschädigung
Das in § 3 Nr. 6 Satz 1 EStG enthaltene Tatbestandsmerkmal "aus öffentlichen Mitteln" ist nicht auf inländische Mittel beschränkt, sondern erfasst auch ausländische Mittel. Eine Invaliditätsentschädigung, die ein ehemaliger Angehöriger der Streitkräfte der Vereinigten Staaten von Amerika für eine im Dienst erlittene Beschädigung erhält, ist nach § 3 Nr. 6 EStG steuerfrei.
BFH: Passivierung von Verbindlichkeiten im Insolvenzverfahren
Ein Verzicht des Gläubigers auf die Anmeldung seiner Forderung zur Insolvenztabelle löst weder handels- noch steuerbilanziell ein Passivierungsverbot für den Schuldner aus.
Honorarstrategie: KI zwingt Steuerkanzleien, ihr Honorarmodell neu zu denken
Zeitbasierte Abrechnung verliert durch KI ihre Grundlage. Eine neue Studie zeigt, was Kanzleiinhaber tun können ? und wo die größten Stellschrauben liegen.
FG Münster: Wirtschaftliches Eigentum an einem GmbH-Anteil
Das FG Münster hat entschieden, dass es bei Übertragung eines Gesellschaftsanteils gegen Nießbrauch an einem Übergang des wirtschaftlichen Eigentums fehlen kann.
FG Bremen: Werbungskostenabzug für vereinbarte Renovierung vor Veräußerung
Das FG Bremen entschied, dass keine Werbungskosten zu Vermietungseinkünften vorliegen, wenn sich der bisherige Besitzer im Kaufvertrag zur Renovierung und Übernahme von Mietzahlungen verpflichtet.
BFH Pressemitteilung: Keine Entschädigung für Verfahrensdauer während des Ruhens des Verfahrens
Verfahrensbeteiligte haben grundsätzlich keinen Anspruch auf Entschädigung wegen überlanger Verfahrensdauer eines finanzgerichtlichen Verfahrens, soweit dieses im Einverständnis der Beteiligten bis zum Abschluss eines Musterverfahrens zum Ruhen gebracht wurde.
BFH: Alle am 28.5.2026 veröffentlichten Entscheidungen
Am 28.5.2026 hat der BFH sieben sog. V-Entscheidungen zur Veröffentlichung freigegeben.
BFH: Neue anhängige Verfahren im Mai 2026
Anlässlich verschiedener finanzgerichtlicher Entscheidungen stellen wir für Sie monatlich die wichtigsten neuen anhängigen BFH-Verfahren für Unternehmer, Arbeitnehmer und Anleger zusammen.
Serie: Kanzleien zwischen Alltag und Zukunft: Transformation statt Burn-out: Wie Kanzleien den Wandel meistern
Kanzleien jonglieren mit Tagesgeschäft, Fachkräftemangel und Digitalisierung ? und das gleichzeitig. Das zehrt an den Nerven. Wer die Transformation klug steuert, schützt nicht nur die Kanzlei, sondern auch sich selbst.
FG Köln: Vorzeitige Anforderung einer ESt-Erklärung
Das Finanzamt kann unter Beachtung der 25%-Grenze die ESt-Erklärung vorzeitig anordnen. Es muss allerdings darlegen, weshalb es die Vorabanforderung für erforderlich hält, so das FG Köln.
BMJV: Regierungsentwurf zum Gesetz zur Änderung der Verwaltungsgerichtsordnung und anderer Gesetze
Die Bundesregierung hat am 27.5.2026 den Gesetzentwurf des Siebten Gesetzes zur Änderung der Verwaltungsgerichtsordnung und anderer Gesetze beschlossen (7. VwGOÄndG). Die Reform soll Verfahren beschleunigen, Gerichte entlasten und personelle Ressourcen freisetzen. Im Zuge dessen sollen auch die Finanzgerichtsordnung und das Sozialgerichtsgesetz angepasst werden.