Ferienwohnungsblog

Ferienvermietungsblog

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Hier ist der SteuerBlog von Hansjürgen Schuster zur steuerlichen Behandlung von Ferienhäusern und Ferienwohnungen

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Weblog:

Freitag, 3. Mai 2019 - 11:46 Uhr
Die Wohnraumvermietung über Airbnb & Co. bei der Steuer

Es steht wieder ein Webinar am 27.6.19 an. Im Vordergrund steht die steuerliche Behandlung der Wohnraumvermietung über Airbnb und ähnliche Portale.

Was für steuerliche Konsequenzen werden dadurch ausgelöst und wie wird man dem gerecht? Betroffen sind in der Regel die Einkommensteuer und die Umsatzsteuer. Im Einzelfall auch die Gewerbesteuer.

Hilfestellung wird in diesem Webinar aus der Sicht eines inländischen Vermieters gegeben, der eine Zimmervermietung oder Wohnungsvermietung für kurzfristige Beherbergung betreibt. Es handelt sich bei dem Webinar um Wissensvermittlung zu der Wohnraumvermietung und auch deren Umsetzung in die Steuererklärungen.

Sonntag, 25. Juni 2017 - 15:22 Uhr
Die Einbauküche bei Kauf und Bau des Vermietungsobjekts, sowie bei der Erneuerung bei der Steuer: neue Rechtsprechung und Übergangsregelung

Die Frage in der Einkommensteuererklärung (Anlage V) für das Ferienvermietungsobjekt: Gehört die Einbauküche nun zum Gebäude bei Kauf oder Errichtung des Gebäudes oder ist sie ein eigenständiges bewegliches und einheitliches Wirtschaftsgut? Die Differenzierung in Herd, Spüle und Dunstabzugshaube (unbewegliche Gebäudeteile) und in selbständige bewegliche Wirtschaftsgüter für Geräte der Haushaltsführung (Elektrogeräte) ist obsolet.

Durch Änderung der BFH-Rechtsprechung ist sie nun ein eigenständiges bewegliches und einheitliches Wirtschaftsgut, das nach § 7 I EStG über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren abzuschreiben ist. Das gilt auch bei Kompletterneuerung.

Nur die Erneuerung einzelner Teile der Einbauküche kann daher noch zu Erhaltungsaufwendungen führen.

Die Finanzverwaltung hat dazu eine Übergangsregelung getroffen. Details ergeben sich aus dem angebotenen Download der Grafik.

Donnerstag, 1. Juni 2017 - 11:42 Uhr
Einkünfteerzielungsabsicht bei Ferienwohnungen

Das leidige Thema, ob die Ferienvermietung fürs Finanzamt auch zu einer Eikünfteerzielungsabsicht führt und damit die Aufwendungen grds. auch ohne Kürzung absetzbar sind, ist wieder um ein Urteil reicher:

Erneut musste sich der Bundesfinanzhof mit der Einkünfteerzielungsabsicht und der damit verbundenen Geltendmachung von Werbungskosten bei Ferienwohnungen auseinandersetzen. Dazu stellt er in seinem Beschluss vom 9.3.2017 noch einmal klar, dass bei einer "Ferienwohnung" grundsätzlich und typisierend von der Absicht des Steuerpflichtigen auszugehen ist, einen Einnahmenüberschuss zu erwirtschaften, wenn sie ausschließlich an Feriengäste vermietet und in der übrigen Zeit hierfür bereitgehalten wird. Entsprechend sind die erforderlichen Aufwendungen als Werbungskosten anzuerkennen.

Weitere Voraussetzung ist, dass das Vermieten die ortsübliche Vermietungszeit von Ferienwohnungen - abgesehen von Vermietungshindernissen - nicht erheblich (d. h. um mindestens 25 %) unterschreitet.

Liegen die genannten Voraussetzungen bei einer Ferienimmobilie nicht vor, z. B. weil sich der Eigentümer die Selbstnutzung der Ferienwohnung vorbehält, ist die Vermietung mit einer auf Dauer ausgerichteten Vermietungstätigkeit nicht vergleichbar. Entsprechend muss die Einkünfteerzielungsabsicht dann durch eine Prognose überprüft werden.

Mittwoch, 30. Dezember 2015 - 22:41 Uhr

Mittwoch, 2. Dezember 2015 - 13:34 Uhr
Nutzungsuntersagung der Ferienvermietung in allgemeinen Wohngebieten

Es gibt auch außersteuerliche Themen, die die Ferienvermietung betreffen. Dazu gehört sicherlich das Thema, ob eine Ferienvermietung erlaubt ist, denn hier hat die Rechtsprechung eine andere Richtung eingeschlagen, als sich alle Protagonisten wohl vorgestellt haben:

Ein Hinweis auf meine Steuer-News vom Dezember 2015:

Nutzungsuntersagung als Ferienwohnung in allgemeinen Wohngebieten
Das Oberverwaltungsgericht (OVG) Mecklenburg-Vorpommern hat in mehreren Entscheidungen über die Rechtmäßigkeit der Anordnung der sofortigen Vollziehung von Nutzungsuntersagungen entschieden, durch die den Eigentümern von Wohnungen in Gemeinden an der Ostseeküste die Vermietung als Ferienwohnungen untersagt wurde.

So entschieden die OVG-Richter, dass die Vermietung von Wohnraum als Ferienwohnung in einem Gebiet, das in einem Bebauungsplan als allgemeines Wohngebiet festgesetzt worden ist, rechtswidrig ist. Eine Nutzung als Ferienwohnung ist in einem solchen Gebiet weder allgemein noch ausnahmsweise zugelassen. Ob die Gemeinde bei der Festsetzung eines allgemeinen Wohngebietes die Vorstellung hatte, rechtlich sei eine Ferienwohnungsnutzung in einem allgemeinen Wohngebiet zulässig, ist unerheblich.

Rechtlich spielt es auch keine Rolle, wenn die Eigentümer einer rechtswidrig genutzten Ferienwohnung Kurabgabe an die Gemeinde zahlen oder die Gemeinde oder der Landkreis Kenntnis von dieser Art der Nutzung hat.

Eine vom Landkreis ausgesprochene Erklärung, die rechtswidrige Nutzung zu dulden, lag in den vom OVG entschiedenen Fällen nicht vor. Stellt die zuständige Bauaufsichtsbehörde, in den entschiedenen Verfahren der Landkreis, die rechtswidrige Nutzung fest, ist bei Fehlen einer die Ferienwohnnutzung legitimierenden Baugenehmigung in der Regel die Anordnung der sofortigen Vollziehung der Nutzungsuntersagung rechtmäßig.
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